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Walnussbaum-Krankheiten: Marssonina, Bakterienbrand und mehr

Krankheiten und Schädlinge der Walnuss erkennen und bekämpfen: Marssonina, Bakterienbrand, Wurzelfäule, Fruchtfliege.

Muhammet Elma 2 November 2026 4 Min. Lesezeit

Die beiden wichtigsten Krankheiten der Walnuss sind die Marssonina-Blattfleckenkrankheit (Anthraknose, ein Pilz) und der Bakterienbrand (Xanthomonas). Bei der Marssonina zeigen sich runde, braune Flecken mit dunklem Rand, oft mit gelbem Hof; die Blätter fallen früh. Beim Bakterienbrand sind die Flecken eckig, schwarz und von Blattadern begrenzt, die Blüten werden schwarz und die Früchte bekommen eingesunkene schwarze Stellen. Wichtigster Schädling in Mitteleuropa ist die Walnussfruchtfliege. Wurzel- und Stammkrankheiten sind seltener, können aber ganze Bäume töten.

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Übersicht der wichtigsten Krankheiten

KrankheitErregerTypisches Merkmal
Marssonina (Anthraknose)PilzRunde braune Blattflecken, früher Blattfall
BakterienbrandBakteriumEckige schwarze Flecken, schwarze Blüten, schwarze Fruchtflecken
Phytophthora-Wurzel- und KragenfäuleEipilzWelke, dunkle nasse Rinde am Stammfuß, Absterben auf nassen Böden
WurzelkropfBakteriumRaue Wucherungen an Wurzeln und Stammfuß
HallimaschPilzKleine gelbe Blätter, Absterben, honigfarbene Pilze am Stammfuß
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Marssonina-Blattfleckenkrankheit

Der Pilz überwintert im Falllaub und infiziert bei Frühjahrsregen die jungen Blätter. Wind und Spritzwasser verbreiten ihn, feuchtes Wetter fördert ihn.

  • Erste Symptome 12–14 Tage nach der Infektion.
  • Kleine, graue, dunkel umrandete Flecken von 2–5 mm, die braun werden und zu großen toten Flächen zusammenfließen.
  • Starker Befall: Blattfall schon im Sommer.
  • An der Fruchtschale braune Flecken; stark befallene Nüsse bleiben klein mit dunklen Kernen.

Bakterienbrand

Das Bakterium überwintert in Knospen, Blattnarben und Rindenwunden. Im Frühjahr befällt es die Blüten und gelangt mit Regen auf Blätter, Triebe und Früchte. Es entwickelt sich am stärksten bei 28–32 °C und nasser Witterung; in stark befallenen Anlagen sind über 50 % Ertragsverlust möglich.

  • Männliche und weibliche Blüten werden schwarz und vertrocknen.
  • Eckige, braunschwarze Blattflecken, begrenzt von den Adern.
  • An den Nüssen zuerst ölig-grüne, dann schwarze, eingesunkene Flecken; befallene junge Nüsse fallen ab.
  • Triebspitzen sterben ab, an Zweigen entstehen Rindenwunden.
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Marssonina oder Bakterienbrand?

MerkmalMarssoninaBakterienbrand
FleckenformRund, dunkler Rand, gelber HofEckig, von Adern begrenzt
Auf dem FleckWinzige dunkle PunkteKeine Punkte
BlütenMeist nicht betroffenWerden schwarz
NüsseBraune FleckenSchwarze, eingesunkene Flecken, Kern fault

Wurzel- und Stammkrankheiten

  • Phytophthora: auf staunassen Böden. Vorbeugen durch Drainage, kein Wasser am Stamm, Veredelung über der Erde.
  • Wurzelkropf: nur gesunde Baumschulware pflanzen, Wurzeln und Stamm nicht verletzen.
  • Hallimasch: überlebt auf alten Wurzeln im Boden, ist nicht heilbar; abgestorbene Bäume mit Wurzeln entfernen.

Schädlinge

  • Walnussfruchtfliege: Maden fressen in der grünen Schale, die schwarz und schmierig wird; der Kern bleibt meist essbar, die Schale ist verfärbt.
  • Apfelwickler: Raupen bohren sich in junge Nüsse, die abfallen.
  • Blattläuse: Honigtau, gelbe Blätter, kleinere Nüsse.
  • Walnusspockenmilbe: Pocken auf den Blättern; meist harmlos.

Wie sieht ein kranker Walnussbaum aus?

  • Viele Blattflecken und früher Blattfall im Sommer.
  • Schwarze Blüten oder massenhaft abfallende junge Nüsse.
  • Absterbende Triebspitzen und Äste, Rindenrisse.
  • Welke Blätter trotz feuchtem Boden, dunkle Rinde am Stammfuß.
  • Pilzfruchtkörper am Stamm oder Stammfuß.

Wann muss ein Walnussbaum gefällt werden?

Wenn der Stamm oder starke Äste morsch sind und die Standsicherheit gefährdet ist, bei Hallimasch- oder Kragenfäulebefall im fortgeschrittenen Stadium oder wenn große Teile der Krone abgestorben sind. Lassen Sie das im Zweifel von einem Baumgutachter prüfen; bei großen Bäumen können Genehmigungen (Baumschutzsatzung) nötig sein.

Vorbeugen und bekämpfen

  • Falllaub im Herbst entfernen – Hauptquelle der Marssonina.
  • Kranke Triebe und abgefallene befallene Nüsse entfernen.
  • Werkzeug zwischen den Bäumen desinfizieren.
  • Gesunde, zertifizierte Bäume pflanzen.
  • Laub und Stamm nicht nass machen; Tropfbewässerung.
  • Krone luftig halten; nicht zu viel Stickstoff.
  • Im Erwerbsanbau Kupferpräparate gegen Bakterienbrand und Fungizide gegen Marssonina nach regionalem Spritzplan und Zulassung.

Weitere Walnuss-Ratgeber

Häufig gestellte Fragen

Wie sieht ein kranker Walnussbaum aus?

Blattflecken, früher Blattfall, schwarze Blüten oder Nüsse, absterbende Triebe und Äste, Welke trotz feuchtem Boden.

Was kann man gegen die Walnussfliege tun?

Befallene Nüsse aufsammeln, den Boden unter dem Baum im Sommer mit Vlies abdecken, Gelbtafeln aufhängen und im Spätsommer Nematoden ausbringen.

Warum werden Walnussblätter schwarz?

Eckige schwarze Flecken deuten auf Bakterienbrand, runde braune Flecken mit gelbem Hof auf Marssonina.

Wann muss ein Walnussbaum gefällt werden?

Wenn er durch Fäule oder abgestorbene Krone nicht mehr standsicher ist – im Zweifel einen Baumgutachter fragen.

Kann man Bakterienbrand heilen?

Nicht vollständig, aber mit Hygiene, luftiger Krone, trockenem Laub und Kupfer zur richtigen Zeit gut eindämmen.

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Muhammet Elma

Die Ratgeber von TarlaTapan setzen auf praxiserprobtes Anbauwissen. Korrekturen und Vorschläge gerne an info@tarlatapan.tr.